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Gold - Kostbarkeit zu allen Zeiten

In zahlreichen überkom- menen, schriftlichen und mündlichen Überlieferungen zur Geschichte der Mensch- heit bis zu ihren Anfängen zurück wird schon sehr früh das Gold erwähnt. Im Alten Testament, in den Hiero- glyphen der Ägypter, in den Keilschriften der Chaldäer sowie in unzähligen Werken antiker Dichter er- fahren wir beim Lesen von der Einzigartigkeit des Goldes.

Das Blattgold

Die trotz der weiten Verbreitung sich bald fühlbar machende relative Seltenheit und der dadurch bedingte hohe Wert des Goldes hatten den Menschen bald darauf gebracht, das Gold nicht allein in massiver Form und in sich abgeschlossenen Gegenständen zu verarbeiten. Vielmehr begann man damit, es in dünner Schicht auf Gegenstände aus anderem, preiswerterem, in statischer und konstruktiver Hinsicht auch oft besserem Material, wie Holz, Gestein, Metalle usw. zu überziehen Mit anderen Worten: Der hohe Wert des Goldes führte zur Erfindung des Vergoldens. Die leichte Bearbeitungsmöglichkeit und die große Dehnbarkeit des Goldes begünstigten diese Verwendungsart in hohem Maße.


Bildfolge einer Skulpturenrestaurierung mit einer Poliment-Vergoldung


Istzustand eines Kelches

Kreidegrund

Poliment

Vergoldung

Detailaufnahme

St. Johannes mit Kelch

Der Evangelist Johannes - Assistenzfigur am Hochaltar der katholischen Kirche zu Dorn-Assenheim


Die Goldschlägerkunst hat sich vor Jahrtausenden aus der Goldschmiedekunst entwickelt. Wer das erste Blattgold in unserem Sinne verfertigt hat ist uns leider nicht in gesicherten Zeugnissen überliefert, sicher ist aber, daß schon 2000 v.Chr. die Chinesen Blattgold kannten und verarbeiteten. Ebenso benutzten bereits 1600 v.Chr. die Ägypter das Blattgold zu Vergoldungen in ihren Tempeln. Bei den Griechen fand Blattgold Anwendung zur Verzierung von plastischen Werken und die Römer bedienten sich seiner, wie Plinius zu berichten weiß, um Tempeldecken und Paläste zu vergolden. Mit dem Vordringen der Römer kam dann das Blattgold ins heutige Frankreich und Deutschland, wo es namentlich zu Arbeiten in Kirchen und Kapellen, zum Schmuck von Heiligenbildern, Statuen usw. benutzt wurde. Im Zeitalter der Renaissance und noch mehr im Rokoko fand diese Vergoldetechnik ganz allgemein Verwendung.

Unterschiedliche Vergoldetechniken

Nun folgen einige Restaurierungs-Objekte, die von mir vergoldet wurden.

Polimentvergoldung: St. Remigius, Barockfigur aus der kath. Kirche zu Ober Mörlen

Polimentvergoldung einer barocken Puttenfigur

Polimentvergoldung an einem Bilderrahmen

Ölvergoldung an einem Familienwappen in Groß-Karben

Ölvergoldung: Barockes Sandsteinkreuz an der kath. Kirche zu Ober Mörlen

Ölvergoldung des Wetterhahnes auf dem Turm der kath. Kirche zu Friedberg

 


(c) 2002-2003 by Manfred Breitmoser, Oppershofen